W:O:A: 2004
Am Mittwoch, den 04.08.2004 ging’s
endlich los. Wir von der Metal-Train Crew trafen uns am Hbf in Stuttgart und
sobald der Zug einlief, verschwanden wir an unseren Arbeitsplätzen. Meiner
war auch dieses Jahr wieder hinter dem Tresen. Conny und ich freuten uns über
viele bekannte Gesichter, die wir im letzten Jahr auf der Fahrt nach Itzehoe
schon kennen lernten. So hatten wir die ganze Nacht über eine lustige Party
ohne große Zwischenfälle (bis auf zwei kaputte Scheiben). Wir kamen
pünktlich um acht Uhr morgens in Itzehoe an und mußten auch nicht
lange auf den Bus warten, der die Übriggebliebenen vom Zug einsammelte.
In Wacken bekamen wir dann unsere Pässe und zogen um das halbe Festivalgelände um zu unserem Campingplatz zu gelangen. Am gleichen Platz wie letztes Jahr, stellten wir unsere Zelte auf. Das kam mir sehr gelegen. Hatte eh schon wieder Orientierungsprobleme, ließ mir aber nix anmerken.
Wir waren von der Fahrt noch so kaputt (Schlaf gab’s ja auch fast keinen) und so legte ich mich in die Sauna - ach ne, Zelt heißt das Ding - und döste ne Weile vor mich hin. Was ich prima fand war, daß die Onkelz grad ihren Soundcheck machten. Freute mich nämlich schon auf deren Gig. Irgendwann trudelte auch endlich mal Carola ein und im Schlepptau hatte sie Alex und Thommy. Jetzt waren wir vollzählig.Das war fast schon das Startzeichen. Photo in die Hand, kurz noch nen Shäggy trinken und los gehts zu den Bühnen.
Ich konnte mich nicht daran erinnern, daß es letztes Jahr auch so schwer war näher an die Bühnen zu gelangen, damit die Photos auch was werden.
Irgendwann war es dann endlich so weit, die Onkelz kamen auf die Bühne und wurden von einer tobenden, sich freuenden Menge empfangen. Das war das erste Mal, daß ich die Jungs auf der Bühne zu sehen bekam und ich war wie gebannt. An Photos war leider nicht zu denken, aber die Stimmung auf dem Gelände war es eh mehr wert beachtet zu werden. Die Leute um mich herum waren zufrieden. Als ich mich so durch die Massen schlug um wenigstens die Leinwand sehen zu können, viel mir auf, daß die Leute so inbrünstig am mitsingen waren, als würde Kevin jeden einzelnen direkt ansingen und sie antworteten ihm. Die Stimmung war gigantisch! Die Leinwand war dann plötzlich so nahe, daß ich beschloss, sie zu knipsen, bevor ich gar keine Bilder von den Böhsen Onkelz hab. Als sie dann nach 2,5 Stunden die Bühne verließen, schlenderte ich Backstage. Die Onkelz waren natürlich Gesprächsthema Nr.1.
Mangelnder Schlaf und viel Shäggy nötigten mich dann schon bald das Zelt aufzusuchen. Die starken Windböen waren dafür verantwortlich, daß ich nicht den kürzesten Weg zum Zelt nahm, sondern ein paar zusätzliche Bögen laufen mußte. Und jeder, der behauptet es sei windstill und ich nur betrunken gewesen, LÜGT!! Habs genau gespürt :-)
Am Freitag mußte ich zu erst mal meine Akkus vom Photo laden und somit saß ich dann ca. 2 Std. im Pressezelt rum. Zurück am Platz wurde gefrühstückt, alles mit Shäggy oder was es sonst noch so gab runtergespühlt und dann zogen Alex, Carola und ich wieder los. Ich machte viele Bilder von den Autogrammstunden, weil das oftmals die einzige Möglichkeit war, nahe genug an die Leute ranzukommen. Wenn grad mal wieder nix anstand gingen wir zu den Zelten um den Shäggy zu vernichten.
Dann gings für mich los. Erst Dionysus und danach gleich weiter zu Brainstorm. Die Metalmaus und ich versuchten immer so weit nach vorne wie möglich zu gelangen, was Schwerstarbeit war!! Aber die Stimmung war gut! Brainstorm legten nen riesen Gig hin! Kurz mal ein paar Bilder gemacht und dann weiter raus an den Rand, damit das Atmen nicht so schwer fällt. Danach gabs zum Glück ne Pause in unserem Programm, denn die Kehle war schon völlig verstaubt. DURST!!!
Weiter ging’s dann mit Grave Digger und danach Feinstein. Hier waren wir in ner echten Zwickmühle. Feinstein / The Rods waren einfach nur spitzenmäßig! Schade nur, daß relativ wenige Leute vor der Bühne standen. Alle, die nicht da waren, haben definitiv was verpasst! Welche Musiker schieben sich denn heute noch auf dem Rücken liegend, Gitarre spielend über die Bühne??? War klasse! Nun wieder zu meinem Dilemma. Ich wollte nämlich auch noch Kotipelto sehen(Helloween? *lol*), die leider zeitgleich mit Feinstein spielten. So riss ich mich, nach einiger Zeit los und wanderte über das Gelände. Das gute an ner kleinen Bühne ist, daß man auch besser nach vorne kommt.Ich kannte Kotipelto bis dato nur vom Hörensagen und war begeistert von deren Musik.
Aber selbst jetzt war nicht ans Ausruhen zu denken. Als nächstes stand Destruction auf dem Plan. Carola und ich hatten uns ganz fest vorgenommen in der ersten Reihe zu stehen. Na ja, wir haben es dann bis in die dritte geschafft. Dort standen wir... Zum Glück hatten wir grad mal die Mischung dabei, so verdursteten wir wenigstens nicht. Nach schier unendlicher Warterei ging’s los! Photo gezückt und... wir gaben echt alles da vorne, ich schör´s! Aber pogend ein Bild zu machen, daß nicht verschwommen ist, war mir nicht möglich!!! Wir beschlossen ganz schnell uns vom Acker zu machen, was sich als fast unmöglich erwies! Den Rest der Show sah ich mir vom Rand aus an. Schon beeindruckend was da abging!!
Zum Glück gibt es ja Günt von ABANDONED! Er hat mir drei seiner Bilder vom Destruction Gig zur Verfügung gestellt. Danke! So kann ich wenigstens etwas vorweisen. Es muß noch erwähnt werden, daß Carola ihre Jacke *RIP* als Opfer gebracht hat, denn die ging irgendwo vor der Bühne verloren. Ach ja, was ich noch sagen wollte, nächstes Jahr nehm ich dann auch Eis für den Shäggy mit nach Wacken... *grins*
Doro und Warlock hab ich mir natürlich auch gegeben, aber nicht bis zum Schluß, weil ich sonst erfroren wäre. Hab mich mal wieder in den Backstagebereich verzogen um dann frisch gestärkt ( ich war auch bei den Zelten ) zu The Quireboys zu gehen und da die Party des Tages zu feiern. Brauche nicht extra zu erwähnen, daß die Musik ganz genau nach meinem Geschmack ist... Danke an der Stelle an meine Freunde, die mich gegen alle und alles Böse beschützt haben. Weiß das zu schätzen! Am Ende war ich dann völlig fertig vom feiern, außerdem bloß der Wind schon wieder so stark! Ab ins Bett...
Als Carola und ich dann am Samstag so durch die Backstagearea schlenderten, weil wir eigentlich auf die Helloween Pressekonferenz warteten kamen wir mit zwei Typen ins Gespräch. Irgendwo hatte ich den einen schon mal gesehen, aber wo? Wie sich herausstellte, waren es Haan und Andy von The Traceelords. Andy trug ein kultverdächtiges Bambi Shirt, was ich hier mal erwähnen muß! Wir unterhielten uns recht lange mit den beiden und hatten super viel Spaß!!!
Aber dann riefen Helloween und wir wanderten vor die Bühne - eh klar! Diesmal passte alles. Ich hab gut gesehen und konnte ein paar schöne Bilder machen. Die Stimmung war klasse und Carola schwebte irgendwo zwischen Himmel und Erde :-) Leider waren sie viel zu schnell am Ende ihres Sets angelangt...
Aber jetzt folgten schon Children Of Bodom, die ich live einfach bombastisch finde! So bangte ich und genoß den Tag und mein Leben. Den starken Wind, der schon wieder herrschte, ignorierte ich gekonnt!!! Gut, ab und zu hab ich mich an Paulus festgehoben, der zum Glück neben mir stand.
Dann waren schon Saxon an der Reihe, aber ich hatte keine Kraft mehr und wollte nur noch sitzen! Das tat ich eine Weile, bis Carola, Andy, Haan und ich beschlossen, daß wir noch etwas Shäggy trinken könnten. Ich glaub, die Flasche hatte ein Loch, denn die war so schnell leer und wir hatten grad mal neun (große) Becher gefüllt. Jetzt waren wir auch gestärkt genug um uns den Rest von Saxon zu geben. Die sind schon super, das muß man ihnen lassen!
Später bei J.B.O. standen wir wieder am gleichen Platz vor der Bühne, aber diesmal war ich die Einzige, die ihren Spaß hatte. Mein Begleiter konnte das nicht nachvollziehen. trotzdem blieb er bei mir stehen, bis ich genug hatte. Das fand ich doch sehr nett! Mir fielen nur zwei Dinge auf, die ich früher bei J.B.O. besser fand. 1. sie haben sich öfters umgezogen und 2. geht viel von ihrem Witz auf so ner großen Bühne unter.
Und dann wars auch schon Sonntag Morgen halb vier. Das hieß, daß wir vom Metal-Train aufbrechen mußten und bei den Bussen unsere Fahrgäste in Empfang nehmen mußten. Gehen wollte glaub ich noch keiner, aber das Leben ist gemein. So blieb nicht viel Zeit, sich zu verabschieden und schon drehten wir dem Festival den Rücken zu. *schnief*
De Zugfahrt nach Hause verlief sehr friedlich. Die meisten Leute der Crew gönnten sich im Wechsel etwas Schlaf und so meisterten wir auch den Wacken-Marathon mit Bravour!!! Mein Gruß gilt an der Stelle alldenen, die ich nicht erwähnt hab, die aber in Wacken und im Zug mit mir gefeiert haben und das Festival somit wieder zu was Besonderem gemacht haben. Und falls ihr euch fragt, ob es auch noch anderes zu trinken gab, als Shäggy, dann seid beruhigt. Ja, das gab es, ist aber auf dieser Page nicht erwähnenswert :-)
In dem Sinne bis zum nächsten Jahr und schäng ei!!!